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Biken Milla Trail

Richtig kurven: die Basics

Geschmeidig die Kurve kratzen, das ist die hohe Kunst beim Mountainbiken. Wobei: DIE Kurve gibt es gar nicht, denn jede ist verschieden. Um uns das Leben nicht unnötig kompliziert zu machen und jede Kurventechnik im Einzelnen durchzukauen, haben wir bei Arno Feichter, Chef der Südtiroler Bikeschule Bikeacademy Sextner Dolomiten nachgefragt, worauf es wirklich ankommt.

Arno, wie wichtig sind die Basics in der Kurventechnik wirklich?
"Sehr wichtig. Das ist wie beim Kochen: Wenn das Grundrezept passt, wird das Gericht gut. Beim Biken ist es genauso – egal ob Anlieger oder Spitzkehre, die Basics gelten immer. Wenn du die draufhast, kannst du jede Kurve meistern."

Lass uns mit dem Wichtigsten anfangen: dem Blick.
"Der Blick ist das A und O. Du musst hinschauen, wo du hinwillst – nicht dahin, wo du nicht hinwillst. Klingt banal, ist aber entscheidend. In einer offenen Kurve schaust du ans Kurvenende, bei engen Kehren eher auf den Scheitelpunkt und dann zügig in die Ausfahrt. Der Blick führt den Rest des Körpers."

Was macht der Rest vom Körper dann?

"Der folgt. Kopf, Schultern, Arme – die stehen alle in einer Linie mit dem Lenker. Wenn das passt, hast du Stabilität und Kontrolle. Und: Arme locker lassen! Viele verkrampfen da."

Und die Hände – vor allem die Finger auf der Bremse?

"Ein oder zwei Finger auf der Bremse – mehr braucht’s nicht. Vor der Kurve bremsen, nicht mittendrin. Wer in der Kurve hart bremst, steht schnell quer. Also: Geschwindigkeit vorher anpassen, dann geschmeidig durchrollen.“

Was passiert in der Hüfte und den Knien?

"Die bewegen sich mit. Die Hüfte dreht sich mit in die Kurve, die Knie zeigen ebenfalls dorthin. Das hilft, um den Radius zu kontrollieren – egal ob enge oder weite Kurve."

Wie sieht die Position beim Downhill aus?

"Aktive Grundposition: Füße waagrecht auf den Pedalen, Arme angewinkelt, Blick voraus, der Oberkörper dreht leicht in die Kurve – das Bike folgt. So hast du maximale Stabilität."

Und wenn der Untergrund lose ist?

"Dann wirds ein bisschen komplizierter. Dann muss das Bike unbedingt auf die Seitenstollen der Reifen geneigt werden, um Seitengrip zu bekommen. D.h. in zentraler Grundposition anfahren, verlangsamen, kurvenäußerren Fuß senken, Bike durch Strecken des kurveninneren Arms und kurvenäußeren Beins neigen und am Kurvenausgangs das Bike durch Rückkehr zur Grundpostion aufrichten. Alles kombiniert mit der schon beschriebenen Blickführung."

Im Uphill, wenn’s steil wird?

"Auch hier gibt der Blick die Richtung vor. Du sitzt weit vorne auf der Sattelspitze, der ganze Körper dreht sich in die Kurve. Und: Auch hier darf sich der Hintern bewegen, vor allem beim Eindrehen in die Kurve.“ Der Oberkörper ist tief und nahe am Lenker – das bringt Traktion aufs Vorderrad."

Kann man sagen: Der Körper folgt dem Blick?

"Ganz genau. Von Kopf bis Fuß – alles richtet sich danach aus, wohin du willst. Das ist der Schlüssel."

Fazit:

Wer richtig durch die Kurve will, sollte nicht nur ans Rad denken – sondern an den ganzen Körper. Denn der fährt mit. Für Fahrtechnikkurse kannst du dich jederzeit an die Bikeschulen Südtirol wenden.


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